Wut über Migrationspolitik: Belfast brodelt nach versuchter Hinrichtung
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Die Proteste in Belfast haben europaweit für Aufsehen gesorgt. Die Tagesschau sprach von rassistischen Krawallen, das ZDF beschuldigte gar Elon Musk, er habe zur Jagd auf Migranten aufgerufen. NIUS wollte herausfinden, ob die Krawalle wirklich bloß mit Fremdenfeindlichkeit zu erklären sind, oder ob es neben der Wut über die barbarische Messerattacke noch weitere Gründe für die Proteste gibt.
Anfang Juni wurde der 44-jährige Stephen Ogilvie in der nordirischen Stadt Belfast Opfer einer versuchten Enthauptung. Auf einem Video der Tat ist zu sehen, wie ein 30-jähriger Sudanese immer wieder mit einem Messer auf das Opfer einsticht und versucht, ihm den Hals zu durchtrennen. Ogilvie überlebt die Tat vermutlich nur, weil ein Passant eingreift und mit einem Hurley-Schläger auf den Täter einschlägt.
Sehen Sie hier den gesamten Bericht aus Belfast:
Aus Wut über die Tat brannten in Belfast daraufhin Autos, Busse und auch Wohnhäuser – sowohl von nordirischen als auch von migrantischen Einwohnern der Stadt. Vor allem junge Menschen mischten sich in die Ausschreitungen und warfen Steine auf die Polizei, die mit einem Großaufgebot versuchte, die Demonstranten zurückzutreiben.
Was sind die Gründe für die Unzufriedenheit? Vor Ort wird ersichtlich, dass es nicht nur die ausufernde Migrantengewalt im Vereinigten Königreich ist, die die Menschen auf die Straße treibt. Auch Verteilungskämpfe zwischen Migranten und dem Arbeitermilieu spielen eine Rolle, ebenso wie Abgehängtheit und der Frust über fehlende Reaktionen aus der Politik.
Ob sich die Lage im Vereinigten Königreich zeitnah wieder entspannt, hängt auch von den politischen Reaktionen ab. Bisher brandmarkte Premierminister Keir Starmer die Proteste lediglich als „inakzeptabel“ und „schockierend“.
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Eric Steinberg
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