Islamisten marschieren mit gefesselten Kindern durch Berlin
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Beim schiitischen „Aschura-Marsch“ in Berlin-Mitte sind am Samstag mehrere Kinder zusammengebunden durch die Hauptstadt geführt worden. Der Aufzug begann nach Polizeiangaben gegen 15:45 Uhr am Berliner Dom und zog über Unter den Linden, Charlottenstraße, Französische Straße und Markgrafenstraße zum Gendarmenmarkt. In der Spitze nahmen rund 600 Personen teil.
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„Im Verlauf des Aufzuges stellten Einsatzkräfte eine Darstellung mehrerer mit Bändern zusammengebundener Kinder fest. Diese szenische Darstellung der historischen Verschleppung von Frauen und Kindern wurde vom Polizeiführer unverzüglich in einem Kooperationsgespräch mit der Versammlungsleitung untersagt. Die Versammlungsleiterin wirkte auf das Theaterstück der Kinder ein und beendete es“, schreibt die Berliner Polizei in einer Pressemeldung.
Die Bilder sorgten in sozialen Netzwerken für Empörung. Die NGO „Jüdisches Forum“ sprach auf X von einer „verstörenden Instrumentalisierung von Kindern“. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kritisierte die Aktion scharf: Die Funktionalisierung von Kindern, um durch emotionale Bilder politische Botschaften zu senden, sei „absolut inakzeptabel“. Kinder bei extremer Hitze auf Demonstrationen vorzuführen, habe nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, „sondern mit einer Gefährdung des Kindeswohls“.
Der „Aschura-Marsch“ ist eine schiitisch-islamische Gedenkveranstaltung, bei der an den Tod Imam Husayns in der Schlacht von Kerbela im 7. Jahrhundert erinnert wird.
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