Die AfD will die CDU zerstören? Das machen die Christdemokraten gerade selbst
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Die CDU zerstört sich selbst. Dazu braucht es keine AfD. Aus deren Reihen erklang einmal die Ansicht, die CDU müsse verschwinden, ja implodieren. Maximilian Krah bekannte sich dazu. Als ein TV-Journalist nachfragte, „also die Zerstörung der CDU ist Ihr Ziel?“, antwortete der AfD-Politiker Krah „Ja“.
Das ist fast drei Jahre her. Die CDU beruft sich regelmäßig auf die Zerstörungsabsicht der AfD. Deshalb sei keine Zusammenarbeit möglich. Nimmt man die Christdemokraten beim Wort, dürfte die CDU nicht mit sich selbst zusammenarbeiten. Niemand betreibt die Zerstörung der CDU derart hingebungsvoll wie die CDU selbst.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ vom 2. Juni finden Sie hier:
Kompromiss bedeutet Linkswerdung
Die CDU koaliert nicht nur mit linken Parteien, sie klingt auch immer linker. Friedrich Merz lässt keine Gelegenheit verstreichen, um den Kompromiss zu loben. Es ist immer ein Kompromiss mit Linken, mal mit der SPD, mal mit den Grünen.
Wenn Merz den Kompromiss lobt, lobt er die Linkswerdung der Union. Mit den Rechten will Merz nichts zu tun haben. Die Zerstörungsabsicht der AfD soll die Brandmauer rechtfertigen. Letztlich aber wünscht sich jede Partei, es gäbe die Konkurrenz nicht. Merz jedoch sieht in der SPD keine Konkurrenz, sondern den Partner – und in der AfD den Feind.
Für Merz gehört die gesamte AfD zu den extremistischen Kräften. Das ist eine enorme Zuspitzung, geboren aus Angst und Panik. Merz greift zum rhetorischen Flammenwerfer – hier Ende Mai in Arnsberg –, weil seine Partei im Abwärtstaumel gefangen ist. Merz will unter allen Umständen am sozialdemokratischen Koalitionspartner festhalten. SPD oder Extremismus: Mit dieser Alternative zementiert Merz den Niedergang der CDU.
Es steht nicht in der Macht der CDU, wem sie das Land überlässt. Deutschland gehört nicht der CDU. Das Volk hat ein Recht, rechts regiert zu werden, wenn es rechts gewählt hat. Merz meint, mit Beschwörungen die Wähler bannen zu können. Und dieser Bannspruch lautet seit Jahren, hier etwa im Oktober 2025: Mit einer Partei, die die CDU zerstören wolle, dürfe man niemals zusammenarbeiten.
Wieder lag Merz daneben. Er wollte im Oktober 2025 den Beweis erbringen, dass die „erfolgreichste politische Partei der politischen Mitte“ sich von der AfD nicht zerstören lasse. Damals lag die Union zwei Punkte hinter der AfD; heute sind es sieben. Die Kluft wächst und wächst.
Damals gab es noch Erinnerungen an das Wahlprogramm der CDU. Heute wissen wir: Die CDU freut sich nach Sozialistenart, wenn Erben „ordentlich zur Kasse gebeten werden“. So sagt es der Unions-Fraktionsvize Mathias Middelberg.
CDU im klassenkämpferischen Ton
Die CDU will nach Sozialistenart auch ran ans eigene Haus, um die staatlichen Pflegekosten zu senken. Ein „Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit“ dürfe es nicht geben. So sagt es der Unions-Fraktionsvize Albert Stegemann im klassenkämpferischen Ton. Sogar zu Steuererhöhungen ist die Union bereit.
Wer aber das eigene Programm in die Tonne tritt und die Brandmauer zum letzten Dogma erhebt, der betreibt die Zerstörung der CDU mit den Mitteln der CDU.
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