Dieser Parteitag entlarvt die wahren Feinde der Demokratie
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Es gibt Bilder, die sich nicht so leicht aus dem Gedächtnis einer Nation tilgen lassen. Jene Bilder der Erfurter Hetzjagd auf das Team der Apollo-Reporter gehören dazu. Als der junge Journalist Jonas Aston schon am Boden liegt, treten die Linksextremisten noch auf seinen Schädel ein.
Die Bilder dieses Angriffs zeigen eine ungehemmte Brutalität, die die Verteidiger „unserer Demokratie“ als ruchlose Antidemokraten entlarven. So sieht es aus, wenn dieses Milieu zum „großen Fest der Demokratie“ (Katrin Göring-Eckardt) lädt: Journalisten werden mitten in Deutschland niedergeprügelt.

Apollo-News-Reporter Jonas Aston wurde von Linksextremisten blutig geprügelt, nachdem er eine Sitzblockade filmte. Einem anderen Apollo-Reporter wurde von hinten eine Flasche auf den Kopf gehauen.
Die Apollo-Reporter waren nicht die einzigen, die angegriffen wurden. Auch ein Team der Jungen Freiheit wurde von der Antifa körperlich attackiert. Das linke Lager schweigt beharrlich. Vorzeige-Aktivistin Luisa Neubauer posierte am Morgen des Parteitags vor den Pressefotografen mit ihrem Demo-Pappschild, laut dem die „wehrhafte Demokratie“ nicht vom Himmel falle, bleibt zu den Angriffen auf Journalisten aber ähnlich still wie Göring-Eckardt. Vielleicht sollte man über die Bedeutung ihres Pappschilds noch einmal ganz neu nachdenken.
Es ist das, was Diktatoren tun
In Erfurt kämpfte eine radikalisierte Minderheit gegen eine Partei, die in Umfragen die relative Mehrheit der Stimmen auf sich vereint. Den Willen der Mehrheit mit Gewalt zu brechen ist genau das, was Diktatoren tun, um sich an der Macht zu halten.
Der Parteitag der AfD ist darum ein einschneidendes Ereignis: Sie entblößt die wahren Feinde der Demokratie. Während die Linke vor der Halle jeglichen Anspruch an sich selbst fahren ließ, zeigte sich die AfD bemerkenswert gemäßigt.
Gleich zu Beginn räumte die Partei die Debatte über die sogenannte Unvereinbarkeitsliste von der Tagesordnung. Ein Tiefschlag für das Lager um den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, der später auf seine Rede nicht mehr als Anstands-Applaus bekam. Höcke und weitere Thüringer AfD-Funktionäre wollen die Liste überarbeiten, um die Partei für radikale rechte Strömungen zu öffnen. In Erfurt wurde beschlossen, diese Überarbeitung zu vertagen. Die unter linken Journalisten verbreitete Mär vom heimlichen rechtsradikalen Strippenzieher der Partei wird damit immer unglaubwürdiger.

Der parteiinterne Hype um AfD-Rechtsaußen Björn Höcke ist offenbar abgeflaut, er bekam beim aktuellen Parteitag nur gemäßigten Applaus.
AfD-Vorsitzende Alice Weidel konnte mit gut 80 Prozent der Stimmen ein respektables Ergebnis einfahren, während ihr Co-Chef Tino Chrupalla mehr als zehn Prozentpunkte unter seinem Ergebnis des letzten Parteitags landete und nur 70 Prozent Zustimmung erreichte. Auch hier gerät die Erzählung einer dominierenden radikalen Ost-Strömung innerhalb der Partei ins Wanken.
Währenddessen scheint die AfD zu reifen
Auch sonst präsentierte sich die AfD in Erfurt fast schon in Volkspartei-Manier. Ellenlange Diskussionen über abseitige Anträge, wie man sie von vorausgegangenen Parteitagen kannte, blieben aus. Die Machtperspektive, die sich in Sachsen-Anhalt eröffnet, scheint eine Reifung innerhalb der Partei zu befördern.

Die wiedergewählten Parteichefs Weidel und Chrupalla am Samstag beim Parteitag in Erfurt
Die „Zivilgesellschaft“ hat sich bloßgestellt
Nach diesem Parteitag wird es für die Gegner der AfD noch schwerer werden, die Oppositionspartei bei den Wählern als Gefahr für die Demokratie anzuschwärzen. Das stellt gerade die CDU vor eine strategische Herausforderung: Ausgerechnet jene vermeintliche „Zivilgesellschaft“, die von CDU-Familienministerin Karin Prien mit Millionen Euro Steuergeld versorgt und von Schleswig-Holsteins CDU-Ministerpräsidenten Daniel Günther zum Kampf gegen die angeblichen „Feinde der Demokratie“ aufgestachelt wurde, hat sich in Erfurt als demokratiefeindlich bloßgestellt.
Das linke Lager spürt, dass es den Kampf um die Deutungshoheit längst verloren hat. Die neue Mitte der Gesellschaft ist rechts-konservativ. Was das bedeutet, wird in den nächsten Jahren von der AfD und, wenn die Union sich Reste von Vernunft bewahrt, auch von CDU und CSU definiert. Die Schläger von Erfurt und ihre schweigenden bürgerlichen Brüder im Geiste hingegen haben sich durch ihr eigenes Verhalten als moralische Instanz diskreditiert.
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