Bundesregierung plant teure Grüngas-Quote: 178 Euro Mehrkosten fürs Gas
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Für private Haushalte und für die Industrie könnte das teuer werden: die von der Bundesregierung geplante Grüngas-Quote, die im Koalitionsvertrag verankert ist. Das zeigt eine gemeinsame Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Wuppertal Instituts (WI), über die das Handelsblatt berichtet. Ziel der Grüngas-Quote ist es, den Markt für Wasserstoff und andere grüne Gase anzukurbeln.
Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass die Nachteile einer Grüngas-Quote gegenüber möglichen Vorteilen überwiegen. Die Grüngas-Quote gehört zu den energiepolitischen Vorhaben der Koalition aus CDU, CSU und SPD. Sie verpflichtet Gaslieferanten dazu, steigende Mengen klimafreundlicher Gase, die aus erneuerbaren Quellen stammen, wie Biogas, synthetisches Methan oder grünen Wasserstoff, in das Erdgasnetz einzuspeisen.
Aufschlag von neun Prozent auf den heutigen Gaspreis
Die IW hat ergänzende Berechnungen dazu angestellt, wie sich die Quote auf verschiedene Verbrauchergruppen auswirken würde. Im mittleren der untersuchten Szenarien müsste ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt, der Gas für Raumwärme und Warmwasser nutzt, 2030 mit jährlichen Mehrkosten von 178 Euro rechnen. Das entspricht einem Aufschlag von neun Prozent auf den heutigen Gaspreis.
Für große Gasverbraucher aus der Industrie wären die Auswirkungen noch gravierender. Den Berechnungen des IW zufolge müsste ein energieintensiver Betrieb der Grundstoffchemie mit einem Gaspreisanstieg von 28 Prozent rechnen.
Grüngas-Quote: „Kostentreiber mit unklarer Wirkung“
Die Institute argumentieren, dass die Quote damit zu einem deutlichen Kostenfaktor würde, während ihre klimapolitische Steuerungswirkung begrenzt bliebe. Zudem sei mit zusätzlicher Bürokratie zu rechnen. Die Grüngas-Quote sei „kein Beitrag zur effizienten Transformation, sondern ein Kostentreiber mit unklarer Wirkung“, sagte Malte Küper vom IW. Die Quote wälze erhebliche Mehrkosten für klimafreundliches Gas pauschal auf alle Gasverbraucher ab.
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