Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
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Vor einigen Jahren gab es die Zigeunersauce noch in Supermärkten und im Restaurant das Zigeunerschnitzel. Doch damit ist schon länger Schluss. Der Begriff sei abwertend und würde negative Stereotype fördern. In der neuesten Folge vom NIUS-Format „Marc My Words“ fragt NIUS-Reporter Marc Sierzputowski, was sogenannte „Zigeuner“ bzw. Sinti und Roma selbst von diesem Sprachverbot halten und ob der Begriff tatsächlich eine Beleidigung für sie darstellt. Das Ergebnis? Überraschend.
Die ganze Folge sehen Sie hier:
In Berlin gibt es viele Familien, die den sogenannten Sinti und Roma angehören. Gesellschaftlich ist der Begriff „Zigeuner“ schon seit Jahren extrem verpönt und wird kaum noch verwendet. NIUS war auf der Straße und hat sich zunächst einmal vor einer Universitätsbibliothek umgehört – und im Anschluss bei den Sinti und Roma selbst. Die Antworten könnten unterschiedlicher kaum sein.
„Ich bin richtiger Zigeuner“
In Berlin trifft NIUS Sinti und Roma aus vielen verschiedenen Nationen, die allesamt zu einem Ergebnis kommen: Der Begriff sei keine Beleidigung. Im Gegenteil: Viele der Roma, mit denen NIUS gesprochen hat, sind stolz darauf, „Zigeuner“ zu sein. Sie nennen sich selbst so.

Marc spricht mit Menschen, die sich selbst als „Zigeuner“ bezeichnen.
„Soziale Ausgrenzung“ bei Benutzung des Begriffes
Vor einer Universitätsbibliothek in Berlin trifft NIUS-Reporter Marc Sierzputowski junge Studenten, die mit ihm über den prekären Begriff diskutieren.

Eine junge Studentin erklärt die Problematik des Begriffes.
Von moderaten Meinungen, dass die betroffene Gruppe selbst entscheiden solle, finden sich auch einige, die bei Verwendung des verpönten Begriffs „Konsequenzen“ fordern. Gemeint: kompromisslose soziale Ausgrenzung.
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Marc Sierzputowski
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