Der Windrad-Wahn im Sauerland geht weiter: „Alles, was im Weg ist, wird beseitigt“
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Keine 20 Kilometer vom Heimatort des Kanzlers Friedrich Merz, im sauerländischen Sundern, sollen einmal 75 Windkraftanlagen stehen. Peter Nuttebaum aus dem kleinen Ort Bönkhausen ist davon direkt betroffen, wehrt sich jedoch mittlerweile auch mit einem Verein gegen den rasanten Ausbau. NIUS hat ihn erneut auf der fortschreitenden Baustelle besucht.
Wenn Peter Nuttebaum durch seinen Garten läuft, sieht er die Türme der ersten Windenergieanlagen bereits aus dem Wald herausragen. Die Anlagen, die alle einmal deutlich über 200 Meter erreichen werden, befinden sich von seinem Wohnhaus gerade einmal etwas mehr als einen Kilometer entfernt.
Im vergangenen Juli hat NIUS den Anwohner schon einmal getroffen. Damals waren die tonnenschweren Betonfundamente der Anlagen bereits gegossen, die Zufahrtswege schon in den Wald geschlagen. Für die Stromtrasse, die die Anlagen einmal ans Stromnetz anbinden sollte, waren jedoch noch nicht einmal die Genehmigungen aller Anlieger eingeholt worden. Was hat sich seitdem verändert?
Schauen Sie hier das gesamte Video:
Der Bau ist in vollem Gange. Der Turm der Windkraftanlage, die Nuttebaums Haus am nächsten steht, hat bereits eine Höhe von 90 Metern erreicht. Weitere 70 Meter, bestehend aus tonnenschweren Einzelteilen, werden noch daraufgebaut – die Rotorblätter noch nicht hinzugerechnet. Diese werden aktuell angeliefert und in nächtlichen Großtransporten durch den Wald und die engen Straßen des Sauerlandes manövriert. Für den Bau der Trassen wurden mittlerweile alle Grundbesitzer überzeugt – oder so gut bezahlt, dass sie kaum ablehnen konnten.
Auf Anhieb 50 Mitstreiter
Wie auch schon im vergangenen Sommer, sieht Nuttebaum dem Ausbau aber nicht tatenlos zu. Seitdem die ersten LKWs für den Bau durch die Nachbarorte rollten, nahm er die Rolle des Windkraft-Aufklärers an – und ist dabei mittlerweile nicht mehr allein. Gemeinsam mit dem Verein „Naturschutz Sundern e.V.“ organisiert er nun Vernetzungstreffen und hat dabei auf Anhieb über 50 Mitstreiter gewinnen können.
In Zukunft will der Verein noch koordinierter vorgehen – und den Ausbau der weiteren Windräder auch mit politischem Druck ganz genau in den Blick nehmen. Um den Ausbau in Gänze zu stoppen, ist es bereits zu spät. Ab jetzt gilt Schadensbegrenzung in der Heimat von Friedrich Merz.
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