„Biodeutsche“ als Kanonenfutter: Wenn es ums Sterben im Krieg geht, ist „Diversity“ plötzlich nicht mehr wichtig
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Es ist DAS Thema, das die Bundesregierung in jeder noch so absurden politischen Kampagne bespielt: Diversität. Nur wo menschliche Körper zu Kanonenfutter werden, scheinen – ganz plötzlich – andere Regeln zu gelten.
Blauhaarige Frauen mit Kurz-Pony. Dunkelhäutige Menschen oder solche mit Migrationshintergrund: Kaum eine Kampagne der Bundesregierung kommt ohne Signal-Bilder aus, die lautstark verkünden: Wir wollen die maximale Vielfalt!
Doch es gibt sie noch, die Ausnahmen. Im aktuellsten Werbefilm der deutschen Bundesregierung sind ausschließlich „typisch deutsch“ aussehende Menschen zu sehen, die „Freiheit verteidigen“ und „den Frieden schützen“:
Wo man nur hinschaut: Diversität!
Allerorten wird Diversität gefordert, man schmückt sich gern mit dem Etikett der bunten Vielfalt, der Gleichheit, der Offenheit in alle Richtungen. Sei es bei Programmen wie „Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Bundesverwaltung“, in dem die Bundesregierung eine „Ganzheitliche Diversitätsstrategie“ darlegt, oder bei Förderprogrammen des Wirtschaftsministeriums, in denen explizit auf „Diversity in Start-ups“ oder „Female Entrepreneurship“ verwiesen wird, obwohl es inhaltlich um Energieeffizienz, Wasserstoff oder Digitalisierung geht; oder bei Kampagnen rund um die „Verkehrswende“, wo bei Projekten zu Radwegen, ÖPNV oder Mobilitätsapps häufig mit Diversitäts- und Genderaspekten geworben wird.

Aktuelle Eindrücke von der Website der Bundeswehr.
Selbst bei den Förderlinien des Deutsches Zentrums für Luft- und Raumfahrt oder technologiebezogenen Projekten wird Diversität als Bewertungskriterium genannt, beispielsweise bei Teamzusammensetzungen.
Keine repräsentative Buntheit beim Thema Krieg und Verteidigung?
Auffällig still wird es jedoch plötzlich, wenn es um das Thema Krieg und Verteidigung geht. Dort scheint die Begeisterung für repräsentative Buntheit deutlich abzukühlen. Während in anderen Bereichen alles minutiös darauf geprüft wird, ob in Sachen Hautfarbe, Herkunft, Migrationshintergrund die totale Ausgeglichenheit herrscht, dominiert im Militärischen noch immer das Bild vom sortenreinen weißen Durchschnitts-„Weißbrot“ in Uniform.

Die Auswahl der Mitarbeiter bei der Bundeswehr ist das, was man klassischerweise als „biodeutsch“ bezeichnet.
Was möchte uns diese Kampagne sagen? Sollen Menschen mit Migrationshintergrund besser zu Hause bleiben, wenn die Artillerie einschlägt? Vielfalt, das wird hier mehr als deutlich, ist für Politiker nicht mehr als ein Marketinginstrument, um sich auf der richtigen Seite zu wähnen.

Auch in diesem Post anlässlich des 70 „Geburtstags“ der Bundeswehr zeigt sich: Auf die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund achtet bei der Auswahl von Soldaten offenbar niemand.
Wenn „Teilhabe“ wirklich ernst gemeint wäre und nicht nur wohlklingendes Leitmotiv, dann gäbe es Quoten nicht nur dort, wo Posten, Prestige und Fördergelder verteilt werden, sondern auch dort, wo Verantwortung, Risiko – und auch der eigene Tod – beginnen.
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