500.000 Euro Steuergeld gegen rechtsextreme Gamer: Sie wollen doch nur spielen
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Eine Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung warnt vor Rechtsextremismus im Gaming. Dahinter steckt jedoch mehr als bloße Präventionsarbeit. Es geht um die ideologische Durchdringung des inzwischen beliebtesten Hobbys von Jugendlichen. Dabei wollen diese doch einfach nur zocken, ganz ohne Politik.
Die Broschüre „Gaming und Rechtsextremismus“ ist das Produkt des Projekts „Good Gaming Support“. Sie wird mit erheblichen öffentlichen Mitteln finanziert. Das Projekt soll mithilfe von „Multiplikatoren“, Gamern und Pädagogen eine zentrale „Hass im Gaming“-Anlaufstelle aufbauen. Ziel ist es, Desinformation, Hate Speech, digitale Gewalt, toxische Milieus und vor allem „rechtsextreme Netzwerke auf Spieleplattformen“ entgegenzuwirken. Zusätzlich sollen Gaming-Moderatoren in Workshops geschult werden, um in Chats „rechtsextreme Inhalte“ frühzeitig zu erkennen und zu melden.
Massive Förderung durch Staat und Lotto-Stiftung
Laut Bundestagsdrucksache 21/3822 erhielt das Projekt im Jahr 2025 exakt 250.000 Euro aus dem Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Hinzu kommt eine weitere Zusage in gleicher Höhe für 2026. Insgesamt fließen damit 500.000 Euro für zwei Jahre in das Projekt. Finanziert wird es zusätzlich über die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung.

Die von der Bundesregierung veröffentlichte Fördersumme für das Projekt „Good Gaming Support“.
Die Amadeu Antonio Stiftung, die das Projekt trägt, ist keine neutrale Bildungseinrichtung. Sie ist politisch klar links positioniert und wird seit Jahren massiv aus dem Bundeshaushalt gefördert. Allein 2024 erhielt sie über 1,6 Millionen Euro allein vom BMBFSFJ für verschiedene Projekte.
Einseitiges Framing statt Aufklärung
Wer die 63-seitige Broschüre liest, erkennt schnell das Muster: Wer sich kritisch zu erzwungener Diversität in Spielen äußert, betreibt laut Broschüre potenziell rechtsextreme Instrumentalisierung. Schwarzer Humor, Sarkasmus und Memes in Gaming-Chats werden als Normalisierungsstrategie des Rechtsextremismus dargestellt. Jede Kritik an solchen Inhalten wird in den Kontext einer Metapolitik der „Neuen Rechten“ gestellt.
Die Broschüre betreibt damit das, was sie vorgibt zu bekämpfen. Sie versucht, eine bestimmte politische Deutungshoheit über einen Jugendkulturbereich durchzusetzen. Gaming wird nicht als Freizeitaktivität mit Problemen betrachtet, sondern als ideologisches Schlachtfeld.

Mit Pixelgrafik wird die Broschüre „Gaming und Rechtsextremismus“ aufgemacht.
500.000 Euro für ein Projekt, das niemand sehen will
Deutlich wird die Irrelevanz des Vorhabens, wenn man sich den offiziellen YouTube-Kanal der Amadeu Antonio Stiftung anschaut. Dort wurden kürzlich genau drei Videos zum Projekt „Good Gaming Support“ veröffentlicht:
- „Good Gaming Support – Was ist das?“ 75 Aufrufe
- „Rechtsextremismus im Gaming“ 38 Aufrufe
- „Hass im Gaming – Was können wir tun?“ 16 Aufrufe

500.000 Euro Steuergeld, das auf Youtube keinerlei Relevanz hat.
Bei einem Hobby, das von Millionen Jugendlicher und junger Erwachsener täglich gelebt wird, sind das katastrophale Zahlen.
500.000 Euro Steuergeld für ein Projekt, das in der Zielgruppe praktisch keine Reichweite und Relevanz hat. Das ist keine Aufklärung oder Prävention, das ist Geldverschwendung auf höchstem Niveau.
Das Vorhaben wirkt wie ein klassischer Fördergeld-Selbstläufer: Man schreibt Anträge, produziert Broschüren, die niemand liest, und YouTube-Videos, die niemand schaut, und sichert sich damit die nächste Förderrunde. Völlig unabhängig davon, ob die Zielgruppe das Angebot überhaupt wahrnimmt.
Sehen Sie hier selbst:
Fehlende Ausgewogenheit ist nur ein Teil des Problems
Auffällig ist zudem die einseitige Fokussierung auf rechten Extremismus. Während die Broschüre ausführlich über „Hate Raids“, Steam-Mods mit Hitler oder Roblox-Rollenspiele im nationalsozialistischen Berlin berichtet, bleiben andere Formen gruppenbezogener Feindseligkeit weitgehend außen vor. Islamistischer Extremismus oder die massive Zunahme antisemitischer Inhalte nach dem 7. Oktober 2023 werden nur am Rande erwähnt.
Das ist kein Zufall. Es ist das typische Muster staatlich geförderter „Gegen-Rechts“-Projekte: Der Feind wird klar definiert, alle anderen Probleme werden untergeordnet.
Die Förderung soll bald gestrichen werden
Das Projekt „Good Gaming Support“ steht derzeit selbst unter Druck. Bundesfamilienministerin Karin Prien plant einen Umbau des Programms „Demokratie leben!“, bei dem über 200 Projekte gekürzt oder gestrichen werden sollen. Auch „Good Gaming Support“ gilt als bedroht.
Ob das jedoch ein Verlust für die Gaming-Szene wäre? Wohl kaum. Ein Projekt, das mit einer halben Million Euro Steuergeld drei YouTube-Videos mit insgesamt knapp über 100 Aufrufen produziert, eine Broschüre von früher neu auflegt und in der Zielgruppe vor allem für Kopfschütteln und Ignoranz sorgt, hat seine Daseinsberechtigung ohnehin verloren. Lasst die Menschen doch einfach nur spielen!
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