Merz sagt, in 30 Jahren wird alles besser – ich freu mich schon drauf
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Wenn der Bundeskanzler etwas sagt, fällt es einem zunehmend schwerer, sich das Gesagte zu merken. Weil seine Sätze, soeben dem Mund entschwunden, womöglich gleich schon nicht mehr gelten.
Beim Besuch der SPD-Fraktion im Bundestag verbat sich Merz „rote Linien“, die er selbst noch zwei Wochen vorher bei „Caren Miosga“ (ARD) mit Blick auf Steuererhöhungen gezogen hatte, NIUS-Politikchef Ralf Schuler berichtete. Merz beschwört die Freundschaft zu Israel und setzt wenig später als erster Kanzler der deutschen Nachkriegsgeschichte die Waffenlieferungen an Israel aus. Mitsprechen können seine Zuhörer auch das Beschwören der schwierigen Weltlage, die angebliche Rettung der NATO und den Hinweis, dass Historiker dereinst erst wirklich ermessen können werden, welche „disruptiven“ Veränderungen in diesen Tagen die Weltordnung „tektonisch verschieben“.

Kanzler Friedrich Merz möchte der nachfolgenden Generation eine bessere Welt hinterlassen.
Der Prophet gilt nichts im eigenen Land
Bei dem Gedanken, dass „Historiker dereinst erst wirklich etwas ermessen können“, was in diesen unseren Tagen passiert ist und welche Auswirkungen diese Erkenntnisse haben könnten, wird mir etwas mulmig, um es vorsichtig zu sagen. Richtig ist: Schon die Bibel wusste – der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Aber genauso richtig ist der etwas scherzhafte Satz: Vorhersagen sind schwierig – besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. Aber vielleicht, so denke ich mir: Vielleicht muss man diesem Mann nur etwas Zeit geben.
Und da fiel mir ein, dass Friedrich Merz dereinst bei Maischberger über seine und unsere Zukunft geredet hatte. Es war 2019, und Friedrich Merz war noch nicht Kanzler. Und da sprach er über etwas, das eigentlich die Grundlagen dessen sind, was er uns jetzt über das Urteil von Historikern über seine Politik zu denken empfiehlt. Er sagte wörtlich: „Ich habe drei Kinder und vier Enkelkinder und stelle mir die Frage: Was machen die eigentlich in 20 oder 30 Jahren, wenn sie feststellen, dass wir in dieser Zeit, in der wir heute leben, so viele Fehler gemacht haben. Und ich möchte denen in 20 oder 30 Jahren sagen können: Ich habe es wenigstens ernsthaft versucht zu korrigieren.“
In 20 oder 30 Jahren also werden wir über den wahren Friedrich Merz urteilen können, na denn!
Ich muss sagen: Ich freue mich schon darauf!
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