Cyberangriff auf dänischen Pharmakonzern! Erpresser verlangen 25 Millionen US-Dollar
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Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk ist offenbar Ziel eines schweren Cyberangriffs geworden. Nach eigenen Angaben will die Hackergruppe FulcrumSec mehr als ein Terabyte Daten aus den Netzwerken des Unternehmens erbeutet haben. Die Erpresser fordern demnach 25 Millionen Dollar – doch Novo Nordisk soll die Zahlung verweigert haben.
„Wir nehmen diese Angelegenheit ernst und halten den Betrieb unserer zentralen Systeme aufrecht“, erklärte ein Sprecher des Konzerns. Das Unternehmen stehe außerdem mit den zuständigen Behörden in Kontakt.
Novo Nordisk hatte bereits am 11. Juni einen IT-Sicherheitsvorfall eingeräumt. Unbefugte hätten Zugriff auf interne IT-Systeme erlangt. Nach Darstellung der Hacker waren sie mehr als zwei Monate lang in den Netzwerken des Konzerns aktiv. Betroffen sein sollen unter anderem Quellcodes, vertrauliche Informationen zu Arzneimitteln, Studienergebnisse und Details zu internen KI-Modellen.
Hacker drohen mit Veröffentlichung der Daten
FulcrumSec erklärte, man prüfe nun den Verkauf von Teilen der Daten. Zugleich ziehe die Gruppe nach eigenen Angaben auch eine kostenlose Veröffentlichung vor. „Eine kostenlose Veröffentlichung schreckt andere Unternehmen wirksamer davon ab, Zahlungen zu verweigern“, sagte ein Vertreter der Hackergruppe gegenüber Reuters.
Bestimmte Informationen will FulcrumSec nach eigenen Angaben jedoch zurückhalten – darunter Daten von Tausenden Mitarbeitern, Ärzten und rund 11.500 pseudonymisierten Patienten. Auch Daten zur Steuerung von Produktionsanlagen sollten demnach nicht veröffentlicht werden.
Ein Experte der Cybersicherheitsfirma Lab-1 hält die Gruppe für ernstzunehmend. Auch die Behauptungen von FulcrumSec wirkten aus seiner Sicht glaubwürdig. Reuters konnte die Echtheit der Daten zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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