Kein Wort über Alice-Weidel-Knastzelle: WDR bezeichnet den Adenauer-Bus an Schulen als gelungene „Demokratiestunde“
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Während NIUS bereits vor Tagen über den Adenauer-Bus und die simulierte Verhaftung von Alice Weidel auf Schulhöfen berichtete, macht der WDR aus demselben Projekt in seiner Sendung „Lokalzeit Dortmund“ eine herzerwärmende Geschichte über „politische Bildung mitten auf dem Schulhof“. Der Beitrag über den Besuch des Adenauer-SRP+-Busses an der Arnold-Freymuth-Gesamtschule in Hamm blendet die Kontroversen rund um die Neutralitätspflicht komplett aus.
Neue Woche, neues Glück. Nachdem der Adenauer-Bus letzte Woche Halt in Niedersachsen machte, steht er diese Woche in Nordrhein-Westfalen auf dem Schulhof der Arnold-Freymuth-Gesamtschule in Hamm. Der Bus ist Teil des Projekts „Adenauer SRP+“, das von dem „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) betrieben wird. Zu finden, wie bereits letzte Woche an den Schulen in Weyhe, ist im umgebauten Gefängnisbus eine eingesperrte, lebensgroße Puppe der Oppositionsführerin Alice Weidel, die auf Fragen mit KI-generierten rassistischen und rechtsextremen Aussagen antwortet.

Zu sehen im Bericht des WDR: der umgebaute Gefängnisbus mit Antifa- und FCK-AFD-Stickern.
Fazit des Senders: eine gelungene „Demokratiestunde“
In seinem TV-Bericht zu dem Projekt zeigt der WDR Jugendliche, die den Bus als „Statement“ feiern, darunter die 17-jährigen Schüler Esad und Salih, beide mit Migrationshintergrund; einer von ihnen ist sogar in der SPD-Jugend Hamm aktiv. Vor der Kamera berichten die beiden von ihren Rassismus-Erfahrungen, kritisieren Sätze wie „Du sprichst aber gut Deutsch“ als „Form des Rassismus“. Schulkoordinator Christoph Hölscher sieht „kein Problem“ darin, dass der Bus klare politische Statements gegen Parteien setzt, die im Bundestag sitzen – schließlich sei es „eher ein Problem dieser Parteien“, wenn sie mit dem Grundgesetz „nicht zusammenpassen“.

Die Aktion fand direkt auf dem Schulhof der Arnold-Freymuth-Gesamtschule in Hamm statt. Zudem gab es Infostände innerhalb des Schulgebäudes.
Die zentrale Provokation wird vom WDR verschwiegen
Was der WDR in seinem gesamten TV-Beitrag mit keinem Wort erwähnt: Im Inneren des zum Gefangenentransporter umgebauten Busses befindet sich eine lebensgroße Alice-Weidel-Puppe in einer nachgebauten Gefängniszelle. Schüler werden ausdrücklich aufgefordert, die „Gefangene 18/088“ zu verhören – zu ihrer angeblichen „braunen faschistoiden Gesinnung“ und ihren „Umsturzplänen gegen unsere liberal-demokratische Grundordnung“. Lediglich im schriftlichen Beitrag auf der WDR‑Webseite heißt es: „Zwischen politischer Aufklärungsarbeit sind auch politische Statements zu finden. Wie zum Beispiel eine Alice-Weidel Puppe in der Gefängniszelle im Protestbus.“ Im TV-Beitrag wird dieser letzte Satz allerdings weggelassen.

So sieht es in Wirklichkeit innerhalb des Busses aus. Im TV-Bericht des MDR wird dieser Fakt komplett verschwiegen.
„Adenauer SRP+“ – Gleichsetzung mit verbotener Neonazi-Partei
Der Busname ist Programm: Mit dem „Adenauer SRP+“ setzen die linken Aktivisten vom „Zentrum für politische Schönheit“ die AfD mit der 1952 vom Bundesverfassungsgericht verbotenen rechtsextremen Sozialistischen Reichspartei (SRP) gleich. Das „+“ steht für die offene Forderung nach einem AfD‑Verbot.
Auf seiner Instagram-Seite veröffentlicht das ZPS zuletzt ein Video, in dem es Ausschnitte aus der NIUS-Live-Sendung dem WDR-Beitrag entgegensetzt. Dass der WDR entscheidende Fakten auslässt, scheint das ZPS nicht zu interessieren:
NIUS hat dem WDR eine schriftliche Presseanfrage mit zwei konkreten Fragen zu dem Beitrag geschickt. Die Antwort des Senders lautet:
„Im Beitrag wird erwähnt und eingeordnet, dass das Zentrum zum Teil umstrittene Aktionen macht. Der Fokus des Berichts lag auf dem Austausch über demokratische Prozesse. Die Weidel-Figur spielte in der Unterrichtseinheit keine Rolle und wurde daher auch im Beitrag nicht thematisiert.“
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