Moderatorin von BR-Reportage „Vulva-Watching“ mit Preis geehrt
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In der BR-Reportage „Vulva-Watching – Ich zeige fremden Frauen meine Vulva“ berichtete Journalistin Leah Nlemibe im vergangenen Jahr von der „empowernden Erfahrung“ fremden Frauen ihre Vagina zu zeigen und im Gegenzug deren Geschlechtsorgane zu begutachten. Jetzt ist sie dafür ausgezeichnet worden.
„In der Reportage gelingt es Leah, das gesellschaftlich oft tabuisierte Thema rund um die weibliche Geschlechtsanatomie und die Vulva mit großer Offenheit, Sensibilität und journalistischer Präzision zu behandeln“, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung mit dem Moderationspreis 2026 in der Kategorie Beste Moderation Video.

Die Reportage wurde bereits im vergangenen Winter auf dem YouTube-Kanal Puls Reportage, der zum Bayerischen Rundfunk (BR) gehört, veröffentlicht. In einer Szene nimmt die Journalistin an einem sogenannten „Vulva-Watching-Kurs“ teil. Gemeinsam mit anderen Teilnehmerinnen sitzt sie dabei im Kreis und entblößt ihren Intimbereich:
Die Kursleiterin stellt ihre Beine auf, nimmt etwas Kokosöl und „öffnet ihre Vulvalippen“. Anschließend fordert sie die Teilnehmerinnen auf: „Ihr dürft gerne, wenn ihr wollt, näherkommen und gucken und reinspüren. Was macht das mit euch?“
Daraufhin bedankt sich Moderatorin Nlemibe: „Danke, dass wir deine Vulva anschauen dürfen. Und dass du auch den Mut hast, sie zu zeigen.“ Sie erklärt: „Ich finde es einfach gerade voll schön und voll das Privileg, meine Vulva in echt zu sehen. Das berührt mich gerade voll.“ Nlemibe ergänzt: „Also, ich wusste gar nicht, wie es für mich wird. Aber ich finde es gerade richtig schön und auch voll bestärkend.“
„Du siehst aus wie eine stolze Königin“
Eine weitere Teilnehmerin sagt: „Du machst dich ja jetzt eigentlich auch gerade so vor uns verletzlich. Irgendwie finde ich das so empowernd, dass du das machst. Das ist irgendwie so toll, das mal zu sehen in einem Kontext, der absolut nicht sexuell ist.“
Dann entblößen auch die anderen Teilnehmerinnen ihren Intimbereich. Aus der Gruppe sind Kommentare wie „Du siehst aus wie eine stolze Königin“, „Wow, dieses Bild“ und „Wow“ zu hören. Nlemibe fasst ihre Eindrücke zusammen: „Ich finde auch, das ist voll die krasse Bonding-Erfahrung. Obwohl wir uns ja gar nicht kennen.“
Das Thema „Vulva Watching“ beschäftigt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk seit Langem. Bereits vor acht Jahren veröffentlichte das Y-Kollektiv eine Reportage dazu.
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