Bekenntnis zur Antifa, Droh-E-Mails: Wie die Grünen in der Fernandes-Kampagne mit linksradikalen Strukturen zusammenarbeiten
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Die Fernandes-Kampagne ist auch ein Fanal für die linksextreme Szene, die offen droht, mit Gewalt gegen Männer vorzugehen. Die Grünen, die die Kampagne maßgeblich mittragen, arbeiten dabei mit linksradikalen Akteuren zusammen, die bereits Droh-E-Mails an NIUS versandten, deren Mitstreiter sich zur Antifa bekennen oder die eine fragwürdige Nähe zu den Vulkangruppen besitzen.
Der härteste Gewaltaufruf im Zuge der Fernandes-Kampagne kam wohl von der linksradikalen Aktivistin „Leonie Löwenherz“. Vor einer Progressive-Pride-Fahne erklärte sie, sie wolle, dass Christian Ulmen „und alle anderen Täter“ „öffentlich kastriert werden“ und ihnen „das Wort Täterschützer auf die Stirn tätowiert wird“.
Der organisierte Linksextremismus steht diesen Gewaltfantasien in nichts nach. Die deutschlandweit gut vernetzte Antifa-Gruppe „Top Berlin“ sprach anlässlich der Affäre zusammen mit der linksradikalen Gruppe „Make Feminism a Threat again“ von „Rachsucht“ und davon, dass man „müde“ sei, „zwischen guten und schlechten Männern zu differenzieren“. An alle Männer gerichtet schrieb man: „Ihr solltet Angst haben. … um eure Körper.“ Und: „Irgendwann fliegt ihr alle auf und dann werdet ihr schon sehen.“
Anlässlich der Prozesse gegen die linksterroristische „Hammerbande“ ruft „Top Berlin“ dazu auf, „Kontakt mit den Inhaftierten aufzunehmen“. In Anbetracht der Gewalt der Gruppe erklärt man: „Antifaschismus bleibt legitim.“ Die deutschlandweit vernetzte Gruppe ist beispielsweise im Bündnis „Ums Ganze“. Mit dabei ist auch die Antifa-Gruppe „Antifa-nt“, die wiederum Veranstaltungen mit „Make Feminism a Threat again“ macht und eine prägende Rolle im städtischen Münchner Antifa-Netzwerk spielt.
Der designierte Grüne Münchner Oberbürgermeister, Dominik Krause, rief mit „Antifa-nt“ schon gemeinsam zu „Demos gegen Rechts“ auf, im Nachgang derer „militante Aktionen“ im „Kampf gegen den Faschismus“ als „legitim“ erklärt worden sind. Auch Krause demonstrierte, wie zahlreiche grüne Politiker deutschlandweit, in München nun in „Solidarität“ für Collien Fernandes. Mitte April folgte in München eine eigene linksextreme feministische Demonstration von „Antifa-nt“ und „Make Feminism a Threat again“ mit dem Titel: „Fundis die Zähne zeigen“.

Der designierte Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) demonstriert am 29. März am Königsplatz in „Solidarität“ für Collien Fernandes.
Drohgebärden von Luisa Neubauer und Erniedrigungs-Rituale
Weitere linksradikale Akteure, die an der Fernandes-Kampagne beteiligt sind, arbeiten mit den Grünen zusammen. Zentral für die Kampagne ist die grüne Vorfeldorganisation HateAid. Sie arbeitet direkt und schon lange mit Collien Fernandes zusammen. Gemeinsam mit der Prominenten initiierte man die aktuelle Kampagne mit. Bereits im Mai 2025 veröffentlichte man zusammen mit ihr ein Video gegen Deep Fakes.
Mit der aktuellen Kampagne möchten die Grünen und ihr Vorfeld einerseits eine Gesetzeslücke schließen, die sie bei „Deepfakes“ ausgemacht haben. Andererseits möchten sie Männer gezielt einschüchtern – und schließen so an die Gewaltfantasien der linksextremen Szene an. Die grüne Aktivistin Luisa Neubauer sprach auf einer Demonstration mit HateAid in Berlin beispielsweise davon, „was für ein unglaubliches Glück“ Männer hätten, dass man „nur Gleichberechtigung und keine Vergeltung“ wolle. Auf einer Demo mit Collien Fernandes in Hamburg forderte die Demoleitung Frauen dazu auf, in die Hocke zu gehen, damit alle nur noch die Männer sehen konnten, die man wiederum aufforderte, ihre „Täter-Vergangenheit“ zu hinterfragen.

Die grüne Aktivistin und aus einer Millionärs-Familie stammende Luisa Neubauer erklärt am 22. März in Berlin, Männer hätten „Glück“, dass Frauen „keine Vergeltung“ üben würden.
Edelweiss-Netzwerk macht aus Fernandes-Kampagne eine Kampagne gegen rechte Medien
Weitere Mitstreiter in der Kampagne sind noch radikaler als HateAid – wie das Edelweiss-Netzwerk. Hinter der Organisation steht mit Peter Jelinek ein ehemaliger Mitarbeiter der Grünen-Europa-Fraktion. Heute ist dieser gemeinsam mit dem Grünen-Politiker Patrick Haermeyer Geschäftsführer der linken „Kampagnen“-Organisation Goodforces. Edelweiss firmiert nach Selbstauskunft im Schweizer Haus in der Berliner Friedrichstraße unter der c/o des Vereins tgf media, der sich gerade noch in der Gründung befindet.
Edelweiss stieg direkt zu Beginn auf die Fernandes-Kampagne auf. Nur einen Tag nach dem Spiegel-Artikel veröffentlichte die Organisation am 20. März den Beitrag „Wie NIUS mit Hass gegen Frauen zündelt. 5 Dinge, die Du über rechte Shitstorms wissen musst.“ Und versuchte direkt, die Kampagne zu einer Kampagne gegen „rechte Medien“ auszuweiten. Es folgten zahlreiche weitere Texte, in denen man beispielsweise erklärte, NIUS würde „Zweifel säen und ohne jegliche Belege Opfer diskreditierten“.
Autorin des ersten Beitrags war mit Veronika Kracher eine bekennende Linksextremistin, die öffentlich mit „Antifa“-Halskette auftritt. Ihr neustes Buch „Bitch Hunt“ über „Misogynie im Kulturkampf“, das sie schon im Deutschlandfunk vorstellte, erschien im linksextremem Berliner Verbrecher Verlag, für den Gruppen schreiben, die der Verfassungsschutz der autonomen Dresdner Szene zurechnet.

Edelweiss erklärt „Frauenhass“ zur „rechten Waffe“.
Edelweiss schickte Droh-E-Mails an NIUS-Redakteure
Der jetzigen Kampagne von Edelweiss gegen NIUS gingen Droh-E-Mails voraus, die die Organisation im Dezember an einzelne NIUS-Redakteure geschickt hatte. Darin schrieb man: „Hiermit teilen wir Ihnen höflich mit, dass Sie von nun an unter Beobachtung stehen. Ihr Treiben blieb lange genug unbeantwortet – damit ist bald Schluss. Mit freundlichen Grüßen. Das Edelweiss Netzwerk.“
Etwa zeitgleich zu den E-Mails veröffentlichte Edelweiss ein Video. Mittels schwarz gekleideter und vermummter Darsteller drohte man darin NIUS: „Wir treffen sie da, wo es weh tut.“ Vordergründig erklärte man, es ginge ihnen um die „Entlarvung der Hintermänner“ von NIUS. Den öffentlich bekannten Investor von NIUS, Frank Gotthardt, blendete die Gruppe aber schon im Video ein. Sie da zu treffen, wo es weh tut, war also als darüber hinausgehende Drohung gemeint.
Dass Edelweiss direkt am Tag nach der Veröffentlichung des Spiegel-Artikels auf die Kampagne aufsprang, wirkt nicht zufällig. Bei insgesamt lediglich 20 Instagram-Beiträgen veröffentlichte man seitdem allein zehn zum Thema „Antifeminismus“. Zuvor war die Plattform überhaupt nicht mit Kampagnen-Fähigkeit aufgefallen. Nun stimmte die Organisation eines Ex-Grünen-Mitarbeiters in den Chor einer Grünen-Vorfeld-Kampagne ein.
Die von Edelweiss getätigten Drohungen sind umso brisanter, wenn man sich die weiteren Akteure ansieht, mit denen die Gruppe zusammenarbeitet. Gastbeiträge für das Netzwerk verfasste zum Beispiel die Grünen-Politikerin Renate Künast. Der Europa-Abgeordnete Erik Marquardt entdeckt scheinbar zufällig schon mal als Erster durchs Regierungsviertel fahrende Plakat-Aktionen von Edelweiss und postet diese dann auf X – auch hier ging es gegen NIUS.

Im Dezember 2025 droht Edelweiss NIUS: „Wir werden sie da treffen, wo es weh tut.“
Die Nähe des Antifa-Autors Andreas Kemper zum Vulkangruppen-Vordenker
Ein Autor für Edelweiss ist darüber hinaus Andreas Kemper. Der linksradikale Soziologe ist bekannt für seine Antifa-Recherchen, auf die sich auch schon der umstrittene Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, stützte. Er veröffentlichte schon für das „Antifaschistische Infoblatt“, das gemeinsam mit dem Verbrecher Verlag in den Berliner Mehringhöfen sitzt. Die Stadt Essen wollte in Rekurs auf ein Gutachten von Kemper bereits einen AfD-Parteitag verbieten. Das zuständige Gericht schmetterte das Gutachten als unwissenschaftlich ab. Ihm fehle „jede empirische Grundlage“. Die Stadt Essen zahlte trotzdem 3.900 Euro Steuergelder dafür.
Für Edelweiss verfasste Andreas Kemper drei Tage nach dem Spiegel-Artikel einen Beitrag, in dem er „hinter die Kulissen von NIUS“ meint zu blicken. Einzelnen Redakteuren, an die Edelweiss zuvor Droh-E-Mails geschrieben hatte, wirft Kemper nun vor, beispielsweise einen „rechtskatholischen Antifeminismus“ zu betreiben und gezielt Frauen und „weibliche Kandidaten“, wie für das Bundesverfassungsgericht, anzugreifen.
Brisant dabei: Andreas Kemper ist auch für das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) – einer radikal linken Forschungseinrichtung – tätig, für die auch der Vulkangruppen-Vordenker Guido Arnold arbeitet. Dieser rief Anfang des Jahres in der linksextremen Szene dazu auf, „Angriffe“ beziehungsweise Anschläge auf die „misogyne Influencer-Szene“ zu begehen, also genau jene Personen physisch anzugreifen, gegen die Kemper und Edelweiss nun agitieren. Auf Anfrage von NIUS wollte sich das DISS damals nicht von Arnold distanzieren.
NIUS fragte nun auch bei Andreas Kemper an, wie er seine eigene, thematisch ähnlich gelagerte Arbeit in die Drohungen und Aufrufe seiner Kooperationspartner einordne. Und wie er zu diesen Drohungen stünde. Eine Antwort auf die Anfrage steht seitens Kempers aus.
Kemper macht grüne Studie zu Antifeministen – sein Kollege plant Anschläge gegen sie
Zwei Wochen vor Start der Fernandes-Kampagne veröffentlichte Kemper im Auftrag der Grünen zudem die Studie „Antifeminismus in Berlin. Eine demokratiepolitische Herausforderung“. Auch darin erklärt Kemper NIUS zum Teil eines „vernetzten Medienumfelds“, das gezielt „antifeministische Narrative“ verbreiten würde. Kemper und die Grünen stellten die Studie gemeinsam als Studie der TU Berlin vor, wie aus den Fotos der Präsentation zu erkennen ist. Auf Anfrage von Tichys Einblick erklärte die Uni aber, dass es sich „nicht um eine Studie der TU Berlin“ handle.

Die Berliner Grünen stellen mit Andreas Kemper (rechts) die Studie „Antifeminismus in Berlin“ vor.
Auch zu dieser Studie hatte der Spiegel als Erstes berichtet. Mit Juliane Löffler berichtete zudem genau die Journalistin über die Studie, die neun Tage später auch den Text über die Fernandes-Ulmen-Geschichte verfasste. Kempers wissenschaftlich bereits wiederholt für fragwürdig erklärte Arbeit folgte Löffler in ihrem Beitrag kritiklos. Der Spiegel titelte: „Berlin offenbar Knotenpunkt antifeministischer Netzwerke“. Später musste man sich dafür korrigieren, dass es sich um keine Studie der TU Berlin handelte.
Die Zusammenarbeit Kempers mit dem Vulkangrupen-Vordenker Guido Arnold, der selbst zu Gewalt gegen vermeintliche Antifeministen aufruft, erhält vor diesem Hintergrund eine noch einmal höhere Brisanz. Nicht nur bezieht sich der Spiegel, der die Fernandes-Kampagne journalistisch lancierte, positiv auf Kemper, sondern die Grünen geben sogar aktiv Studien bei dem Mann in Auftrag, der gegen vermeintliche Anti-Feministen agitiert und mit jemandem zusammenarbeitet, der Anschläge gegen solche Personen fordert. Dass Akteure wie Edelweiss oder Luisa Neubauer selbst wiederum Drohgebärden gegen NIUS oder Männer aussprechen, zeugt zusätzlich von einem in der Kampagne schlummernden Gewaltpotenzial.

Der Linksextremist Guido Arnold plant Anschläge auf „rechte Influencer“ und ist Vordenker der Vulkangruppen.
Grüne wollten bei Vulkangruppe „Täter nicht in den Mittelpunkt ziehen“
Es waren außerdem die Berliner Grünen, die nach dem Anschlag der Vulkangruppe auf das Berliner Stromnetz im Januar intern von ihren Mitgliedern gefordert hatten, „nicht Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt zu ziehen“. Beim Terror der Vulkangruppe forderten sie also genau das, was sie nun der Gegenseite vorhalten, nämlich Täter zu schützen – und zwar nicht den Schutz von irgendwelchen Tätern, sondern von solchen, deren Ideen ihren eigenen und dem Gedankengebäude ihres Vorfelds entsprechen.
Auch die Grüne Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang verknüpfte kürzlich Anti-Feminismus mit Agitation gegen NIUS und sprach davon, dass es „der internationalen Rechten“, zu der sie auch NIUS zählt, „um Macht über Frauen“ ginge. NIUS, so Lang, würde mit dem „Feindbild Frau“ „Angst“ schüren wollen. Solche Angst aber wäre „Gift für eine lebendige öffentliche Debatte“. Ihre „Geduld“ wäre „auf jeden Fall zu Ende“. Worauf genau sie damit hinauswollte, ließ sie offen.

Die grünen Abgeordneten Ricarda Lang (rechts), Franziska Brantner (Mitte) und Katrin Göring-Eckardt (links) demonstrieren am 22. März in „Solidarität“ für Collien Fernandes.
Auch gedanklich weist die von den Grünen und ihrem Vorfeld getragene Fernandes-Kampagne eine entscheidende Schnittmenge mit dem gegenwärtigen Linksextremismus auf. Die in linksextremen Kreisen in Mode gekommene Theorie des „Tech-Faschismus“, nach der beispielsweise KI ein Werkzeug zur Unterdrückung und „anti-feministisch“ sei, vertreten neben Guido Arnold auch die Vulkangruppen. Gerade KI-basierte Deep-Fakes stehen nun im Mittelpunkt der Fernandes-Kampagne. Und das, obwohl Christian Ulmen solche gar nicht anfertigte, wie auch Fernandes klarstellte. Der Spiegel suggerierte dies mit seinem Artikel ursprünglich aber – ganz so, als müsse man nur energisch genug konstruieren, dass der Fall zur eigenen Geschichte passt.
Linksextremisten und ihre vermeintlich bürgerliche Vorhut, so scheint es, hängen sich gerade gerne an technologischen Entwicklungen auf, mit denen man dann entweder „Faschismus“ oder „Anti-Feminismus“ oder beides verknüpft, um linke Kampfbegriffe irgendwie zeitgemäß erscheinen zu lassen. Vor allem mit dem Thema „Anti-Antifeminismus“ verbindet man momentan offenbar die Hoffnung auf ein großes Mobilisierungspotenzial. Dass man seine eigenen Versprechen – wie Frauenschutz oder Schutz vor Gewalt – dabei nicht einlösen kann, scheint in Anbetracht der eigenen Drohgebärden dabei noch das geringste Problem zu sein.
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