Renten-Lüge! Kanzler Merz sagt, die Beiträge werden sinken – dabei steigen sie massiv
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Die Rentenkommission hat ihre Empfehlungen an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben. Der Kanzler drängt auf eine schnelle und vollständige Umsetzung aller Empfehlungen, behauptet mit Blick auf die Auswirkungen des Renten-Pakets jedoch die grobe Unwahrheit.
Wörtlich sagte Merz: „Ohne Reform würden unweigerlich das Rentenniveau sinken und die Beiträge steigen. Mit dieser Reform können wir das umkehren. Wir wollen perspektivisch, dass das Rentenniveau steigt und dass die Beiträge sinken.“
Was der Bundeskanzler will und auch behauptet zu tun, deckt sich in keinster Weise mit den Entwicklungen der Beitragssätze, die die Expertenkommission für die Rente ausgerechnet hat und ihrem 80-seitigen Papier (liegt NIUS vor) auch in Grafiken angehängt haben.

Die Entwicklung der Beitragssätze laut Expertenkommission
Allein für den Beginn eines kapitalgedeckten Anteils bei der Gesetzlichen Rente sollen die Beitragssätze um zwei Prozentpunkte angehoben werden. In den kommenden Jahrzehnten sind Beitragssätze in einem Korridor von 20,5 und 22,5 Prozent zu erwarten. Das entspricht für einen heutigen Durchschnittsverdiener einer Netto-Mehrbelastung von etwa 43 bis 88 Euro pro Monat. Auf den Arbeitgeber kommt die gleiche Mehrbelastung zusätzlich hinzu.
Auch im Jahr 2050 werden die Beitragssätze, glaubt man den Berechnungen der Kommission, nicht wieder in den Bereich des heutigen Beitragssatzes (18,6 Prozent) gesunken sein, geschweige denn darunter. Die Beitragssätze werden in den kommenden Jahrzehnten weit über den heutigen Beitragssätzen liegen – nicht darunter.
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