Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus
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2013 erschien eine Studie, die ganz Deutschland einer Gehirnwäsche unterzog. Das ist keine Übertreibung. Die Botschaft, dass sich die Wissenschaft über den menschengemachten Klimawandel weitgehend einig sei, hat sich festgesetzt. Sie gilt inzwischen als Allgemeinwissen. Doch es handelt sich um eine Mär.
Und diese Mär geht auf einen wissenschaftlichen Taschenspielertrick zurück. Die Studie, auf der sie beruht, gibt diese Aussage schlicht nicht her. Mehr noch: Es handelt sich um eine grob irreführende Verzerrung dessen, was die Zahlen der Studie tatsächlich wiedergeben.
Konkret wurde behauptet: „97 Prozent der Forscher sehen demnach den Menschen als Hauptverursacher“, wie beispielsweise die Seite „Klimafakten“ bis heute verbreitet. Dass der heutige Welt-Journalist Axel Bojanowski diese Darstellung bereits 2013 (damals noch im Spiegel) als Lüge entlarvte, änderte nichts daran, dass sie sich bis heute hält.

Diese Behauptung ist grob falsch. (Screenshot: klimafakten.de)
Die berühmten 97 Prozent beziehen sich nämlich nur auf einen Teil der Daten. Der Hauptautor der Studie, John Cook, untersuchte 11.944 Abstracts, also die Kurzfassungen wissenschaftlicher Arbeiten. Davon nahmen laut der Studie etwa zwei Drittel überhaupt keine explizite Position zur Ursache der Erwärmung ein.
Die Prozentangabe wurde anschließend nicht auf alle Arbeiten bezogen, sondern nur auf den deutlich kleineren Teil der Veröffentlichungen, die überhaupt eine Position bezogen. Schon deshalb, so argumentieren Kritiker wie der Biologe und Lehrer Markus Fiedler, sei die öffentliche Darstellung irreführend.
Nur 0,54 Prozent gehen vom Menschen als entscheidender Einflussfaktor aus
Doch damit nicht genug. Nur ein Bruchteil der wissenschaftlichen Arbeiten vertrat überhaupt die Auffassung, dass der Mensch den Klimawandel überwiegend verursacht – also für mehr als 50 Prozent der Erwärmung verantwortlich sei.
„Dem Leser wird also beispielsweise systematisch verheimlicht, dass lediglich 0,54 % aller Autoren, die etwas zum Klimawandel schreiben, den Menschen als wesentlichen Treiber des Klimas sehen“, schreibt Fiedler. Hinzu kommt ein weiterer Kritikpunkt. Cook arbeitete mit mehreren Kategorien, die er als Zustimmung zur These des menschengemachten Klimawandels zusammenfasste:
– die bloße Aussage, dass Menschen irgendeinen Einfluss auf das Klima haben,
– die Aussage, dass Menschen einen erheblichen Einfluss haben,
– sowie die Aussage, dass Menschen überwiegend verantwortlich seien.
Dadurch entstand der Eindruck eines Konsenses über eine sehr starke These, obwohl die Mehrheit entweder keine Aussage machte oder lediglich von einem menschlichen Einfluss ausging, ohne dessen Bedeutsamkeit zu gewichten.
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